News aus der Forschung

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Messdaten als Riesenrad visualisiert

Ein internationales Forschungsteam des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft und des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) hat erstmals direkt beobachtet, wie der Drehimpuls auf atomarer Ebene in einem Kristallgitter weitergegeben und erhalten wird. Mithilfe starker Terahertz-Laserimpulse konnten die Forschenden diese Dynamik gezielt steuern. Dabei entdeckten sie einen überraschenden Effekt: Bei der Übertragung kehrt sich die Drehrichtung um – verursacht durch die Rotationssymmetrie des Materials. Ihre Studie liefert neue Einblicke in die Grundlagen des Magnetismus und eröffnen Möglichkeiten zur gezielten Kontrolle von Quantenmaterialien. mehr

Grenzfläche von Wasser und Luft mit Wassermolekül an der Grenzfläche

Der Wassertwist

30. April 2026

Forschende der Abteilung Physikalische Chemie am Fritz-Haber-Institut und der Freien Universität Berlin machen die Anordnung von Wassermolekülen an der Grenzfläche von flüssigem Wasser zu Luft sichtbar. Ihre Erkenntnisse helfen die Chemie an der Grenzfläche besser zu verstehen, die maßgeblich durch die spezifische Anordnung der Wassermoleküle bestimmt wird. Die Studie zeigt, dass besonders ein bisher vernachlässigter Parameter von grundlegender Bedeutung ist: der Wasser-Twistwinkel. mehr

Schematische Darstellung der chemischen und morphologischen Veränderungen, die der Katalysator bei Temperaturänderungen durchläuft.

Um seine Funktion genau zu verstehen, untersuchten Forschende der Abteilung Anorganische Chemie des Fritz-Haber-Instituts und des Max-Planck-Instituts für chemische Energiekonversion den Cu/ZnO/Al2O3-Katalysator, der in der Industrie standardmäßig für die Produktion von Methanol eingesetzt wird. Sie fanden heraus, dass die dynamische und temperaturempfindliche Wechselwirkung zwischen Cu und ZnO ein Schlüsselfaktor für die Funktion des Katalysators ist – was neue Impulse für eine gezielte Verbesserung der katalytischen Methanolproduktion gibt. mehr

Schematische Darstellung des Workflows der Catalysis App

Forschende der Abteilung Anorganische Chemie am Fritz-Haber-Institut haben gemeinsam mit Partnern von FAIRmat, einem Projekt der nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI), ein Repositorium für das standardisierte Management experimenteller Katalysedaten entwickelt. Die Plattform ermöglicht einen zuverlässigen Datenaustausch und bietet eine gut fundierte Grundlage für KI-gestützte Analysen. mehr

Nicht nur schneller, sondern schlauer: KI, die ihre Entdeckungen erklärt

Selbststeuernde Labore (Self-Driving Laboratories, SDLs), die von künstlicher Intelligenz (KI) betrieben werden, beschleunigen die Materialforschung rasant – aber können sie ihre Ergebnisse auch erklären? Forschende aus der Theorieabteilung des Fritz-Haber-Instituts zeigen gemeinsam mit BASF und dem BasCat – UniCat BASF JointLab, dass dies möglich ist. Ihre neue Herangehensweise an KI-gestützte SDLs ermöglicht es bessere Katalysatoren zu identifizieren und gleichzeitig die Chemie dahinter offenzulegen. Der Ansatz wurde an einer industriell wichtigen Reaktion, der Umwandlung von Propan in Propylen, validiert. mehr

Schematische Darstellung des deprotonierten Dimers der Phosphorsäure.

Ob in unserem Körper oder in Brennstoffzellen – Phosphorsäure spielt eine wichtige Rolle in vielen chemischen Prozessen, da sie außergewöhnlich gut Ladungen transportieren kann. Forschende der Abteilung Molekülphysik am Fritz-Haber-Institut haben neue Erkenntnisse über diese besondere Eigenschaft des kleinen Moleküls gewonnen. mehr

Die drei Atome des angeregten NeKr2 Trimers kreisen bis zu einer Pikosekunde lang umeinander herum.

Als Teil eines internationalen Teams haben Forschende der Abteilung Molekülphysik am Fritz-Haber-Institut genau beobachten können, wie sich Atome neu anordnen, bevor sie in einem durch Röntgenstrahlung ausgelösten Prozess zerfallen. Dabei setzen sie energiearme Elektronen frei. Die Forschenden gewannen so erstmals detaillierte Einblicke in den zeitlichen Ablauf des Zerfallsprozesses - und damit neue Erkenntnisse über die Entstehung von Strahlenschäden. mehr

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