FWF Schrödinger Stipendium für Constantin Eisen
Für sein neues Forschungsprojekt „Chiral-Induced Spin Selectivity in Electrocatalysis“ erhält Dr. Constantin Eisen, Postdoktorand in der Abteilung Interface Science am Fritz-Haber-Institut, ein Schrödinger-Stipendium des Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF).
Ab August 2026 kann Dr. Constantin Eisen mithilfe des FWF Schrödinger Stipendiums für zwei Jahre in der Abteilung Interface Science am Fritz-Haber-Institut in Berlin forschen. Er ist hier Teil der Forschungsgruppe „Model Interfaces“ von Dr. Juan Navarro und wird auch von Prof. Dr. Beatriz Roldan Cuenya betreut. Im Anschluss an seinen Aufenthalt in Berlin, fördert der FWF mit einem möglichen einjährigen Stipendium seine Rückkehr nach Österreich.
In seinem Forschungsprojekt wird der junge Nachwuchswissenschaftler Dr. Eisen den Einfluss von Chiralität auf die Elektrokatalyse näher aufklären: Der CISS-Effekt (Chiral-Induced Spin Selectivity), ein quantenmechanisches Phänomen, mithilfe dessen das Verhalten von Elektronen gesteuert werden kann, gilt in der Katalyse als ein mögliches Werkzeug, um die Effizienz katalytischer Reaktionen anzupassen. Diesen Effekt will Dr. Eisen mit unterschiedlichen mikroskopischen und spektroskopischen Methoden genau beleuchten. Sein Projektplan sieht auch die Operando-Untersuchung katalytischer Reaktionen vor, also deren Beobachtung „während der Arbeit“ – komplexe Experimente, auf die die Abteilung Interface Science von Prof. Beatriz Roldan Cuenya spezialisiert ist. Wir sind zuversichtlich, dass sein Forschungsaufenthalt ein wichtiger Schritt auf seinem Weg zum unabhängigen Wissenschaftler sein wird.
Mit Blick auf die Energiewende ist die Elektrokatalyse eine Schlüsseltechnologie: In Elektrolyseuren kann Strom aus erneuerbaren Quellen in Form von chemischer Energie gespeichert werden, z.B. in grünem Wasserstoff. Hierfür werden Elektrokatalysatoren gebraucht. Die Optimierung elektrokatalytischer Prozesse ist ein aktives Forschungsfeld und der CISS-Effekt könnte einen neuen Regler zur Feinabstimmung komplexer katalytischer Prozesse hervorbringen. Dr. Eisen legt seinen Fokus auf die Untersuchung von kupferbasierten Katalysatoren, die für die elektrokatalytische Umwandlung von Kohlendioxid zu Kohlenwasserstoffen besonders geeignet sind und deren Leistung durch den CISS-Effekt laut vorangegangener Studien deutlich beeinflusst werden kann.
Wir freuen uns, dass mit Dr. Eisen ein neues spannendes Forschungsprojekt bei uns am Institut Einzug erhält und wünschen ihm viel Erfolg!
Über das FWF Schrödinger Stipendium
Das Erwin-Schrödinger-Programm des FWF ermöglicht hochqualifizierten Postdocs karrierefördernde Aufenthalte an international renommierten Forschungseinrichtungen. Die Förderung richtet sich an herausragende Postdocs aller Fachdisziplinen am Beginn ihrer wissenschaftlichen Karriere und soll die Durchführung eines eigenständigen Forschungsprojektes ermöglichen. Darüber hinaus unterstützt das Programm Forschende bei ihrer Rückkehr nach Österreich.












