Beatriz Roldan Cuenya mit der Heilbronner-Hückel-Vorlesung geehrt
Prof. Dr. Beatriz Roldan Cuenya, Direktorin der Abteilung Interface Science am Fritz-Haber-Institut, wurde ausgewählt, dieses Jahr die renommierte Heilbronner-Hückel-Vorlesung zu halten. Diese Auszeichnung ist mit einer Vortragsreihe in der Schweiz verbunden, die gemeinsam von der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft und der Gesellschaft Deutscher Chemiker organisiert wird. Sie wird an den führenden Forschungsuniversitäten der Schweiz über ihre Forschung sprechen.
Die Heilbronner-Hückel-Vorlesung, benannt nach den beiden Chemikern Edgar Heilbronner und Erich Hückel, ist eine jährlich stattfindende Vorlesungsreihe, die als gemeinsame Ehrung der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft und der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) 2009 ins Leben gerufen wurde. Jährlich abwechselnd lädt eine der Gesellschaften eine Person aus dem jeweiligen Nachbarland zu einer Vortragsreihe an vier bis fünf Hochschulen im Heimatland ein.
Im Jahr 2026 wählte die Schweizerische Chemische Gesellschaft zusammen mit der GDCh Prof. Dr. Beatriz Roldan Cuenya, Direktorin der Abteilung Interface Science am Fritz-Haber-Institut, aus. Die Heilbronner-Hückel-Vorlesung führt sie in die Schweiz, wo sie an Hochschulen von Zürich bis Lausanne ihre Forschung vorstellen wird. Die Auftaktvorlesung findet an der ETH Zürich statt und wird von Prof. Dr. Martin Quack organisiert.
Die Heilbronner-Hückel-Vorlesung gehört zu den „Namensvorlesungen“ der Gesellschaft Deutscher Chemiker, die gemeinsam mit internationalen Partnerorganisationen eingerichtet wurden, und als besondere Auszeichnung an bedeutende Wissenschaftler*innen der jeweiligen Länder vergeben werden. Die Namensvorlesungen dienen der Stärkung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den Ländern und beruhen auf Gegenseitigkeit.
Prof. Erich Hückel (Berlin 1896 - Marburg 1980) war ein deutscher theoretischer Chemiker und gilt als Pionier der Quantenchemie. Hückel studierte Physik und Mathematik an der Universität Göttingen und habilitierte an der ETH Zürich. Er ist bekannt für die Formulierung der nach ihm benannten Hückel-Näherung zur Berechnung von Molekülorbitalen. Mit der Hückel-Regel, die aus dieser Näherung folgt, lässt sich vorhersagen, ob eine chemische Verbindung aromatisch ist.
Prof. Edgar Heilbronner (München 1921 - Herrliberg 2006) ist ein deutsch-schweizerischer theoretischer Chemiker. Er emigrierte mit seiner Frau während der Zeit des Naziregimes in die Schweiz und studierte an der ETH Zürich Chemie, wo er sich später auch habilitierte. Im Jahr 1968 wechselte er an die Universität Basel. Heilbronner befasste sich intensiv mit der von Erich Hückel entwickelten Näherung und entwickelte die Idee von aromatischen Verbindungen mit der Topologie eines Möbiusbands, die aber erst 2003 erstmals synthetisiert werden konnten.
Termine der Vorlesungen:
- Montag, 5. Oktober, 2026, 17.00h, EPFL, organisiert mit der Universität Genf
Hörsaal tbd: EPFL Lausanne,
«The Secret Life of CO2 Electroreduction Catalysts unveiled by Operando Spectroscopy and Microscopy» - Dienstag, 6. Oktober, 2026, 16.00h, ETH Zürich, organisiert mit der Universität Zürich
Hörsaal HCI G7, ETH Zürich, D-CHAB, Vladimir Prelog Weg, 8093 Zürich
«Catalysts: More Alive than Previously Thought» - Mittwoch, 7. Oktober, 2026, 16.30h, Universität Basel
Hörsaal U1.402, Universität Basel, Universitäres Zentrum für Zahnmedizin Basel (UZB), Mattenstrasse 40, 4058 Basel
«The Power of Imperfections: A New Paradigm in Catalysis» - Donnerstag, 8. Oktober, 2026, 14.15h, Universität Bern, organisiert mit der Universität Fribourg
Hörsaal EG16, Universität Bern, Freiestrasse 3, 3012 Bern
«Catalysts: More Alive than Previously Thought»












