Die klügste Nacht des Jahres 2026
Am 6. Juni fand in Berlin die Lange Nacht der Wissenschaften statt. Auch das Fritz-Haber-Institut beteiligte sich mit einem bunten Programm aus Mitmachexperimenten, Laborführungen, Vorträgen und wissenschaftlichen Unterhaltungsformaten. Ein Highlight des Abends war die Eröffnung der neuen Ausstellung über „Elektronenmikroskopie - Leben und Werk von Ernst Ruska“.
Jedes Jahr im Frühsommer öffnen die wissenschaftlichen Einrichtungen Berlins ihre Türen für die Öffentlichkeit und laden Besuchende zur Langen Nacht der Wissenschaften ein. Das Fritz-Haber-Institut nimmt schon seit vielen Jahren an diesem Event teil und gibt so Interessierten die einmalige Möglichkeit, hinter die Kulissen des Instituts zu schauen.
Wie jedes Jahr war das Programm am FHI sehr vielseitig: Besuchende erhielten bei Labortouren exklusive Einblicke in die Arbeitswelt der einzelnen Abteilungen und vertieften bei Mitmachexperimenten ihre Einsichten in die spannende Welt der Physik und Chemie. Ergänzt wurde das Programm in den Laborgebäuden durch den „Markt der Wissenschaften“ rund um die Haber-Linde sowie mitreißende Vorträge, unter anderem vom geschäftsführenden Direktor des Instituts, Prof. Dr. Karsten Reuter. Für wissenschaftliche Unterhaltung sorgten ein Escape-Room, der spielerisch durch die Forschungsgebiete Laborautomatisierung, Katalyse und erneuerbare Energie führte, und ein Science Quiz mit Fragen zur Institutsgeschichte und der aktuellen Forschung am FHI.
Der Abend war zudem durch ein wichtiges Jubiläum der Institutsgeschichte geprägt: Vor 40 Jahren erhielt Ernst Ruska, ehemaliger Direktor am Institut, den Nobelpreis für die Entwicklung des Elektronenmikroskops. In Anerkennung seines Lebenswerks eröffnete am 6. Juni die neue Ausstellung „Ernst Ruska - Tor in den Mikrokosmos“. Die Ausstellung erinnert an den großen Schaffensgeist des genialen Ingenieurs Ernst Ruska und erläutert die Elektronenmikroskopie – von der Physik hinter der Methode über historische Entwicklungen bis hin zu aktuellen Forschungsprojekten am FHI. Einzigartig macht die Ausstellung ihr Ort: Sie befindet sich direkt am historischen Ort des Geschehens, in einem der Ruska-Türme auf dem Institutscampus. Dank der einmaligen Bauweise der Türme, die Bodenerschütterungen abmildert, konnte Ruskas Team hier derart scharfe elektronenmikroskopische Bilder aufnehmen, dass einzelne Atome sichtbar wurden. Heute steht ein historisches Elektronenmikroskop, das Meisterwerk Ruskas, inmitten der Ausstellung an seiner ursprünglichen Wirkungsstätte im Turm.
Zahlreiche Neugierige und Wissenschaftsfans aus der Dahlemer Nachbarschaft und ganz Berlin kamen ans FHI und staunten über das große Engagement der Mitarbeitenden zur Langen Nacht der Wissenschaften. Wir bedanken uns recht herzlich für das große Interesse der Öffentlichkeit an unserer Forschung und die fantastische Beteiligung unserer Mitarbeitenden an der Ausgestaltung des Abends. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr!

































