Ruska_Ausstellung_Lange_Nacht_der_Wissenschaften_2026

Ausstellung zu Elektronenmikroskopie - Leben und Werk von Ernst Ruska

» Das Lichtmikroskop öffnete das erste Tor zum Mikrokosmos. Das Elektronenmikroskop öffnete das zweite Tor zum Mikrokosmos. Was werden wir finden, wenn wir das dritte Tor öffnen? « - Ernst Ruska, 1985

Die Ausstellung

1931 baute Ernst Ruska zusammen mit seinem Mentor Max Knoll das erste Elektronenmikroskop während seines Studiums an der Technischen Universität Berlin. Die neue Methode war revolutionär: Elektronenmikroskope eröffnen den Blick in den Mikro- und Nanokosmos. Kleinste Objekte, sogar einzelne Atome und Moleküle, werden sichtbar - was zu bahnbrechenden Erkenntnissen im Bereich der Biologie, Medizin und den Materialwissenschaften führte. Aufgrunddessen wurde Ruska 1986 für seine „grundlegenden
elektronenoptischen Arbeiten und für die Konstruktion des ersten Elektronenmikroskops“ mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. 

1949 übernahm Ernst Ruska die Abteilung für Elektronenmikroskopie am Fritz-Haber-Institut bzw. ab 1955 das Institut für Elektronenmikroskopie, dessen Direktor er bis 1974 war.

Die Ausstellung „Elektronenmikroskopie - Leben und Werk von Ernst Ruska“ erinnert an den großen Schaffensgeist des genialen Ingenieurs Ernst Ruska und gibt Einblicke in die Welt der Elektronenmikroskopie, direkt am historischen Ort des Geschehens.

Ausstellungseröffnung

Im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften am 6. Juni 2026 wird die Ausstellung in einem der beiden Ruska Türme am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft eröffnet.

6. Juni 2026, 17-22 Uhr
Ruska Turm, Van‘t Hoff Straße 17, 14195 Berlin
https://www.langenachtderwissenschaften.de/programm


Sie sind herzlich eingeladen die Ausstellung zu besuchen! Zur Langen Nacht der Wissenschaften öffnen wir den Ruska Turm erstmals für die Öffentlichkeit. Allein das besondere Bauwerk ist einen Besuch wert, es ist eng verknüpft mit der Geschichte der Elektronenmikroskopie am Fritz-Haber-Institut. 

Ruskas Entdeckung

Ernst Ruska entwickelte elektromagnetische Linsen, die zusammen mit Elektronenstrahlen Objekte vergrößert darstellen können – ganz genau wie optische Linsen und Lichtstrahlen. Dieser Schritt war revolutionär und führte zur Entwicklung des Elektronenmikroskops durch Ernst Ruska und Max Knoll im Jahre 1931. Nur zwei Jahre später erreicht das neue Elektronenmikroskop erstmals eine höhere Auflösung als ein Lichtmikroskop - es überschreitet die Auflösungsgrenze von Licht. 

Der Ernst-Ruska-Bau

Ernst Ruska war ein genialer Ingenieur, der Zeit seines Lebens die Elektronenmikroskopie weiterentwickelte. Während seiner Zeit als Direktor des Instituts für Elektronenmikroskopie am Fritz-Haber-Institut feilte er mit größter Hingabe und Faszination an seinen Instrumenten, denn sein Ziel war es, einzelne Atome sichtbar zu machen. Seine Errungenschaften ermöglichten bahnbrechende Fortschritte im Bereich der chemischen und physikalischen Forschung an Oberflächen am Fritz-Haber-Institut und weltweit und führten zu wegweisenden Erkenntnissen in der Medizin und Biologie. Der Geist Ruskas prägt bis heute die Elektronenmikroskopie am Fritz-Haber-Institut - sichtbar durch den historischen Ernst-Ruska-Bau auf dem Campus, der einst die fortschrittlichsten Elektronenmikroskope der Welt beherbergte.

1974, kurz vor Ruskas Emeritierung, wurde der Ernst-Ruska-Bau mit seinen zwei charakteristischen Türmen fertiggestellt. Hierin standen Ruskas Elektronenmikroskope. Die Türme sind mit einem eigens konstruierten System zur Abschirmung von Erschütterungen ausgestattet: Die Elektronenmikroskope konnten in großen Stahlkäfigen an Seilen schwingungsarm aufgehängt oder auf einem tief im Boden verankerten Stehpendel gelagert werden. Die Mikroskopierenden bewegten sich auf einem im Turm eingezogenen Boden der vom Mikroskop entkoppelt war, sodass sie auch keine Erschütterungen übertrugen.

In diesem Gebäude konstruierte das Team Ruskas am Ende seiner Laufbahn ein Mikroskop, das 800.000 fach vergrößerte – nun konnte sein Team unter dem Elektronenmikroskop einzelne Atome sehen! 

 

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