Beatriz Roldán verleiht den Kulturpreis der Eduard Rhein Stiftung an Bertrand Piccard
Als Mitglied der Jury vergab Prof. Dr. Beatriz Roldán Cuenya, Direktorin der Abteilung Interface Science am Fritz-Haber-Institut den diesjährigen Kulturpreis der Eduard Rhein Stiftung an den Schweizer Psychiater, Entdecker und Umweltpionier Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Bertrand Piccard.
Die Eduard Rhein Stiftung, benannt nach ihrem Gründer Eduard Rhein (1900–1993), dem Gründungschefredakteur der Zeitschrift Hörzu, hat sich der Förderung der wissenschaftlichen Forschung sowie der Bildung, Erziehung, Kunst und Kultur im In- und Ausland verschrieben. Die seit 1976 bestehende Stiftung vergibt zu diesem Zweck unterschiedliche Preise, darunter den Technologiepreis und den Kulturpreis.
Für das Jahr 2025 hat die Stiftung ihren Technologiepreis an Prof. Dr. Mathias Fink und Prof. Dr. Mickael Tanter für die Entwicklung der Scherwellen-Elastographie zur präzisen, nicht-invasiven Krebsdiagnostik sowie ihren Kulturpreis an Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Bertrand Piccard für seinen unermüdlichen Einsatz für den Umweltschutz und sein Engagement für die Wissenschaftsvermittlung als Brückenbauer zwischen Grundlagenforschung, Technologie, Politik und Gesellschaft.Prof. Dr.
Beatriz Roldán Cuenya, Direktorin am Fritz-Haber-Institut bildet zusammen mit Dr. Ulrich Bleyer, dem ehemaligen Direktor der Urania Berlin und dem Wissenschaftspublizisten Dr. Norbert Lossau die Jury für die Preise.
Der Kulturpreisträger Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Bertrand Piccard ist Psychiater, aber auch Entdecker, und engagiert sich für die Erforschung von Lösungen zur Eindämmung des Klimawandels und für die Energiewende hin zu sauberen Energien. Derzeit arbeitet er an einem mit grünem Wasserstoff betriebenen Flugzeug, mit dem er 2028 um die Welt fliegen will. Zuvor umrundete er gemeinsam mit Brian Jones in einem solarbetriebenen Flugzeug die Welt und war außerdem der erste Mensch, der die Welt in zwanzig Tagen mit einem Ballon umrundete. Piccard ist seit seiner Kindheit vom Fliegen fasziniert, inspiriert durch seine Familiengeschichte. Sein Großvater, der Physiker Auguste Piccard, war Ballonfahrer und der erste Mensch, der in die Stratosphäre aufstieg, und sein Vater Jacques Piccard war Meeresforscher und der erste, der auf den Grund des Marianengrabens hinabtauchte. Piccards Lebenseinstellung lässt sich wie folgt zusammenfassen: „Wenn uns gesagt wird, dass etwas unmöglich ist, versuchen wir es erst recht.“
Schon seit Kindertagen ist Piccard vom Fliegen fasziniert, unter anderem war er Europameister im Kunstflug. Nach der Weltumrundung im Solarflugzeug rief Piccard die Solar Impulse Foundation ins Leben, eine in Kooperation mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne gegründeten Non-Profit-Organisation, die sich für den Umweltschutz einsetzt. Zudem ist er Mitbegründer der „Winds of Hope Foundation“, die Hilfsorganisationen unterstützt, die sich für die Bekämpfung wenig bekannter Krankheiten einsetzen.
Die vom Deutschen Museum ausgerichtete Preisverleihung fand am Samstag, den 25. April 2026 in der Flugwerft Schleißheim nahe München statt. Am Tag zuvor stellten die Technologiepreisträger, Prof. Fink und Prof. Tanter, im Rahmen eines Kolloquiums an der TU München ihre Forschungsarbeiten vor.













