Dr. Poths gründet eine Nachwuchsforschungsgruppe in der Abteilung Theorie, unterstützt durch ein renommiertes Liebig-Stipendium
Das Fritz-Haber-Institut freut sich bekannt zu geben, dass Dr. Patricia Poths ein namhaftes Liebig-Stipendium des Fonds der Chemischen Industrie (FCI) erhalten hat, um ihre Forschungsgruppe „Realistic Modeling of Catalyst Dynamics at Interfaces“ in der Abteilung Theorie zu gründen.
Seit Juni 2023 arbeitet Dr. Patricia Poths als Postdoktorandin in der Gruppe von Dr. Matera in der Abteilung Theorie, unterstützt durch ein angesehenes Alexander von Humboldt-Forschungsstipendium. In den letzten zwei Jahren hat Dr. Poths an der automatisierten Erkundung von Umstrukturierungsprozessen von Katalysatoren und deren Dynamik unter relevanten Reaktionsbedingungen gearbeitet. Der Bildungsweg von Dr. Patricia Poths ist in seiner globalen Ausrichtung beispielhaft für die wissenschaftlichen Forschung: Sie begann ihre akademische Laufbahn an der Vienna International School in Österreich, bevor sie für ihr Bachelorstudium ans Imperial College London im Vereinigten Königreich wechselte. Diese frühen internationalen Erfahrungen bildeten eine solide Grundlage für ihre zukünftigen wissenschaftlichen Beiträge.
Für ihre Promotion hatte Dr. Poths die Gelegenheit, mit Prof. Anastassia N. Alexandrova an der University of California, Los Angeles (UCLA) in den USA zu arbeiten. Ihre Forschung in dieser Zeit konzentrierte sich auf rechnergestützte Untersuchungen von kleinen Metallclustern und deren Rolle in der Clusterkatalyse. Konkret arbeitete sie daran, realistische Modelle von Subnanoclustern auf Oberflächen zu erstellen, mit dem Ziel, deren Entwicklung unter katalytischen Bedingungen zu verstehen und dabei Ensembles möglicher aktiver Zentren zu berücksichtigen.
Kürzlich erhielt sie ein renommiertes Liebig-Stipendium des Fonds der Chemischen Industrie (FCI), um ihre eigene Juniorgruppe in der Abteilung Theorie zu gründen.Die Gruppe „Realistic Modeling of Catalyst Dynamics at Interfaces“ wird untersuchen, wie katalytisch aktive Zentren unter realistischen Reaktionsbedingungen umstrukturiert werden. Durch die Kombination von “first-principles“-Rechnungen, Machine Learning Ansätzen, automatischer Prozesserkundung und Multiskalen-Modellierung will die Gruppe die Kluft zwischen Oberflächenwissenschaft und heterogener Katalyse über Zeit- und Längenskalen hinweg überbrücken. Die Arbeit von Dr. Poths wird die gesamte Bandbreite katalytisch relevanter Längenskalen abdecken, mit einem Fokus auf dynamische Subnanocluster sowie ausgedehnte Oberflächen, mit dem Ziel, Umstrukturierungen und Reaktivität von Katalysatoren mit experimentell beobachtbarem Verhalten zu verknüpfen.
„Ich freue mich sehr, die Arbeit meiner Forschungsgruppe am Fritz-Haber-Institut zu starten, es gibt wirklich keinen besseren Ort, um die Grenzen der computergestützten Katalyse auszuloten, und ich schätze die unterstützende und kollaborative Umgebung, die mir geholfen hat, mich als Forscherin weiterzuentwickeln.“ - sagt Dr. Poths.
Bedeutung und Zahlen des Fonds der Chemischen Industrie (FCI)
Seit 1950 unterstützt der Fonds der Chemischen Industrie (FCI), Teil des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), die Chemieausbildung in Schulen, Nachwuchswissenschaftler*innen und die Grundlagenforschung in Chemie und verwandten Disziplinen. Im Jahr 2025 beträgt das Budget des FCI für Bildung und Forschung rund 14 Millionen Euro, einschließlich spezieller Initiativen wie etwa 2 Millionen Euro für Data Science in der Chemieausbildung. Der FCI bietet maßgeschneiderte Fördermöglichkeiten für verschiedene Karrierephasen, einschließlich bekannter Stipendien wie dem Liebig-Stipendium für Postdocs und dem Kekulé-Stipendium für Doktorandinnen.











