Alexander-von-Humboldt-Forschungsstipendium für Dr. Chenyue Qiu 

16. Dezember 2025

Unterstützt durch ein prestigeträchtiges Humboldt-Forschungsstipendium für Postdocs hat Dr. Chenyue Qiu kürzlich begonnen, in der Elektronenmikroskopie-Gruppe von Dr. See Wee Chee in der Abteilung Grenzflächenwissenschaft am Fritz-Haber-Institut zu arbeiten.

Dr. Chenyue Qiu promovierte am Department of Material Science and Engineering an der University of Toronto, wo sie mithilfe von in-situ Environmental-Transmissionselektronenmikroskopie (ETEM) die Struktur, die Eigenschaften funktionaler Metalloxide untersuchte, darunter thermische Katalysatoren für CO2-Hydrierungsreaktionen und ferroelektrische Oxide.  

Mit ihrem Alexander-von-Humboldt-Stipendium arbeitet Dr. Qiu in der Elektronenmikroskopie-Gruppe von Dr. See Wee Chee in der Abteilung für Grenzflächenwissenschaften von Prof. Dr. Beatriz Roldán Cuenya. Hier will sie die Umwandlung heterogener Oberflächen komplexer Metalloxide während der Sauerstoffentwicklungsreaktion (OER) und der elektrochemischen Synthese von Harnstoff untersuchen. Durch die Kombination von Operando-Transmissionselektronenmikroskopie (TEM), Rastertransmissions-Röntgenmikroskopie (STXM) und verschiedenen spektroskopischen Methoden wird sie erforschen, wie die Rekonstruktion und strukturelle Umwandlung der Oberflächen sowie die Entwicklung der chemischen und elektronischen Umgebung unter realistischen Reaktionsbedingungen ablaufen. Mit diesem Multiskalen-Ansatz zielt sie darauf ab, ein umfassendes Verständnis dafür zu gewinnen, wie einzelne Faktoren die katalytische Aktivität und Stabilität steuern. Darüber hinaus liefert ihr Ansatz mechanistische Einblicke, die für die Entwicklung effizienterer und langlebigerer Elektrokatalysatoren entscheidend sind.

Wir gratulieren Dr. Chenyue Qiu herzlich zu ihrem Humboldt-Forschungsstipendium! Wir freuen uns auf die Forschungsergebnisse, die sie gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen des Interface Science Departments sammeln wird und wünschen ihr alles Gute.

Über die Alexander von Humboldt Stiftung

Die Alexander von Humboldt-Stiftung ist für die Förderung internationaler wissenschaftlicher Zusammenarbeit bekannt. Seit ihrer Gründung im Jahr 1860 hat die Stiftung eine wesentliche Rolle dabei gespielt, Forschende weltweit zu vernetzen und den akademischen Austausch zu unterstützen.

Im Jahr 2023 unterhielt die Stiftung ein interdisziplinäres Netzwerk von über 30.000 Humboldtianer*innen in 140 Ländern weltweit. Unter ihnen wurden 61 mit einem Nobelpreis ausgezeichnet. Zwischen 2018 und 2022 wurden insgesamt 4.690 Forschungsaufenthalte in Deutschland an Universitäten und 1.790 an außeruniversitären Forschungseinrichtungen gefördert. In den letzten Humboldt-Rankings von 2023 führen Max-Planck-Institute die Liste der außeruniversitären Forschungseinrichtungen an, wobei das Fritz-Haber-Institut in Berlin an der Spitze steht. Das Fritz-Haber-Institut beherbergte in den Jahren von 2016 bis 2022 insgesamt 68 Forschende.

 

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